Diepholz

Der Landkreis Diepholz ist durch großflächige Moorlandschaften, landwirtschaftlich geprägte Räume und vielfältige Nutzungsinteressen gekennzeichnet. Insbesondere in der Diepholzer Moorniederung treffen Landwirtschaft, Moor- und Naturschutz, Wasserwirtschaft, Energiegewinnung sowie regionale Entwicklungs- und Erholungsinteressen aufeinander. Im Rahmen des partizipativen Prozesses von MOOSland werden Akteure aus diesen unterschiedlichen Bereichen zusammengebracht, um ihre Erfahrungen, Interessen und Perspektiven auf die zukünftige Moornutzung einzubringen. Ziel ist es, gemeinsam mögliche Entwicklungsperspektiven zu diskutieren, Konflikte und Synergien sichtbar zu machen und Wege für eine langfristig nachhaltige Nutzung und Transformation der Moorlandschaft zu entwickeln.

Einige Veranstaltung haben im Rahmen von MOOSland bereits stattgefunden, andere werden im Laufe von MOOSland noch durchgeführt. Durchgeführte und geplante Veranstaltungen finden Sie hier.

Wie sehen die Moore der Zukunft in Diepholz aus?

Workshop in den Moorwelten in Wagenfeld-Ströhen am Donnerstag, 5. November 2026

Die Diepholzer Moorniederung ist eine einzigartige Landschaft: 15 Hoch- und Niedermoore, der Dümmer-See, Wälder, Landwirtschaft und zahlreiche Naturschutzgebiete prägen diese Region. Rund 14 % der Fläche des Landkreises Diepholz sind Moore. Sie sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern speichern auch große Mengen Kohlenstoff sowie Wasser und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Doch wie können wir Moore gleichzeitig schützen, nutzen und für die Zukunft erhalten? Neben Wiedervernässung und Naturschutz bieten Nutzungsformen wie Moor-Photovoltaik, Tourismus rund ums Moor und Paludikultur interessante Möglichkeiten. Im Projekt MOOSland wird beispielsweise Paludikultur, eine nasse Form der Landwirtschaft auf Moorflächen, mit Torfmoosen erprobt.

Was wünschen wir uns für die Zukunft der Moore unserer Region? Wie sollen die Moore in Zukunft aussehen und welche Nutzungsformen sind zukunftsfähig?

Das MOOSland-Forschungsteam der Universität Osnabrück lädt alle Interessierten ein, diese Fragen in einem kreativen Workshop gemeinsam zu diskutieren und Zukunftsvisionen für unsere Moore zu entwickeln. Am Donnerstag, den 5. November 2026 von 14 bis 17 Uhr in den Moorwelten in Wagenfeld-Ströhen.

Anmelden können Sie sich bis zum 01.10.2026 per E-Mail unter moor-begegnungen@uos.de

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Mensch trifft Moor

Exkursion und Panel-Diskussion im Landkreis Diepholz

Gemeinsam hat das Team der Universität Osnabrück, der Landkreis Diepholz und die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz vom MOOSland Projekt am Montag, den 20. Oktober 2025, eine Informationsveranstaltung mit dem Titel "Mensch trifft Moor" durchgeführt. Gestartet ist die Veranstaltung mit einer Führung zu Torfmoos Paludikultur auf unserer Projektfläche im Barver Moor. Dr. Jens-Uwe Holthuis von der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz, die die Paludikulturfläche betreut, gab einen informativen Einblick in die einzelnen Schritte bei der Erstellung, Pflege und Bewirtschaftung von Paludikulturflächen.

 Im Anschluss begrüßten Detlef Tänzer, Fachdienstleiter der Kreisentwicklung beim Landkreis Diepholz, der Landrat Volker Meyer und der Wagenfelder Bürgermeister Matthias Kreye die Gäste in den Moorwelten in Wagenfeld-Ströhen. Hier wurde  weiter angeregt über Wiedervernässung und Paludikultur diskutiert.

Zum Abschluss des Tages moderierte Dr. Laura Herzog die Podiumsdiskussion zum Thema „Potentiale und Kapazitäten für die Wiedervernässung von Mooren“. Mit dabei waren die Diskutierenden Olaf Stührmann vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Uwe Schröder vom Niedersächsischen Koordinierungszentrum Moorbodenschutz, Jessica Meißner vom 3N Kompetenzzentrum und Jochen Thiering vom Landvolk Diepholz Süd. Die Diskussionsthemen reichten von der Notwendigkeit des Klimaschutzes durch die Wiedervernässung von Mooren bis hin zu möglichen zukünftigen Moor-Nutzungen.

Dr. Jens-Uwe Holthuis von der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz erklärt die Lage der Torfmoos-Paludikulturfläche im Barver Moor © Pia Lahrmann